Früher haben wir oft gescherzt, dass wenn du für den Olympischen Triathlon zu langsam bist, endest du auf der Ironman-Distanz – das war vor 25 Jahren. Heute kann es nicht zu lange und extrem sein: «Ultra» ist längst Trend und zwar nicht telegen, aber very instagrammable.
Für mich ziehe ich die Grenze da, wo Schlafen nötig wird. Oder eher, wo «nicht-schlafen» das Abschneiden verbessert. Solche Strapazen interessieren mich nicht mehr, das kann ich ohne Stress und Startnummer machen, aber nicht im Kampf gegen die Uhr. Und genau dort lag die erste Ausführung des «Into the Wold»-Ultras. Mit dem Gravel-Bike einmal um Vorarlberg radeln – 310km und 8000 Höhenmeter war die Affiche.
Mein Ziel war, die Strecke in 16 – 17 Stunden zu bewältigen und dabei mal wieder nicht nur Fueling-Konzepte zu entwerfen und vermitteln, sondern selbst umzusetzen. Ein sauberes Carboloading über die letzten 48h vor dem Start und eine konsequent hohe Kohlenhydratversorgung aus Sportgetränk und Gels unterwegs.
Am Ende hätte es nicht besser laufen können. Form, Erlebnis, Abenteuer und Leistung gradios – in 16h 28min (netto) und 17h 09′ inkl. Standzeit (Biobreaks, Wasser auffüllen, Sonnenuntergang überm Bodensee bestaunen) habe ich den Event gewonnen. Oder in diesem Sinn: Taten, statt nur Worte, Execution statt bloss graue Theorie.
Picture Credit © Martin Vogel







